Das Miteinander pflegen - Netzwerk
Die Kirchengemeinde ist in den dörflichen Strukturen vernetzt. Gute Kontakte und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren sind uns in der Gemeindearbeit wichtig. Wir arbeiten unter anderem im Kirchenkreis, mit der EEB, den Kirchen in der Region, den Missionarischen Diensten, den Landfrauen und der Landjugend, den Kommunen, dem Heimatverein, Sportverein, den Kindergärten, dem Kulturforum, der Schule, dem Verkehrsverein u.a.m. zusammen. Gerade durch die dörflichen Strukturen legt sich in vielen Bereichen eine Zusammenarbeit nahe. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen kommunalen, dörflichen und vereinsmäßigen Einrichtungen und der Kirchengemeinde - zum Wohle der Einwohner und Gemeindeglieder!
Visitation mit Superintendentin und Landjugend
Pastor Wolfgang Preibusch mit Superintendentin Jutta Rühlemann und Mitgliedern der Landjugend Breddorf
Zusammenarbeit ist uns wichtig
Kurzbeschreibung integraler Gemeindepraxis
Integrale Gemeindepraxis einer Kirche in der Welt zeigt sich sowohl nach außen wie nach innen in einem Interesse an Verbindung und Beteiligung und Zusammenwirken möglichst vieler Akteure, Beteiligter, Zielgruppen und Multiplikatoren zum Wohle der Menschen im Ganzen. Das Zusammenwirken mit anderen in der Welt ist Teil des Auftrages der Verkündigung des Evangeliums (Gott will, „dass allen Menschen geholfen werde“. 1. Tim 2,4).
Im Zentrum integraler Gemeindepraxis steht die Hinwendung zum Nächsten und die Hilfe zu einem gelingenden Leben aus dem Glauben heraus; dazu gehört die Entwicklung der sichtbaren Kirche in der Welt als konkreter Ausdruck der geglaubten Kirche Jesu Christi, an der Menschen Teil haben und Teil gewinnen. Nachgehende Taufarbeit, konfirmierendes Handeln im Lebenslauf, beteiligende Kasual- und Gemeindearbeit bestimmen die Gestaltung einer Gemeindearbeit, die das Gespräch und den Dialog sucht, Differenzen und andere Meinungen aushält und zugleich den jeweils eigenen Standpunkt nicht verleugnet und so Echtheit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit fördert. Humor und Lebensfreude verbinden sich mit Ernsthaftigkeit und der Bereitschaft, die Lasten anderer mit zu tragen, wie der Apostel Paulus es beschreibt. Römer 12,15: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“
Integrale Gemeindepraxis sieht die Arbeit mit Einzelnen, Gruppen und einem Gemeinwesen im Zusammenhang und arbeitet ihrerseits mit weiteren Akteuren zusammen, die ebenfalls in diesen Bereichen tätig sind.
Das verbindende Interesse bei Zusammenarbeit und Kooperation ist der Einsatz für ein gelingendes Leben für den Einzelnen, eine Gruppe und ein Gemeinwesen. In der Regel handelt es sich bei Gruppen um Familien oder durch Lebensphasen und Interessen miteinander Verbundene (Kindergarten, Schule, Alters- und Pflegeheime, Landjugend, DRK, Feuerwehr, Initiativen, kommunale Einrichtungen usw.), Gemeinwesen sind im ländlichen Umfeld die Dörfer und Lebensräume. Das gemeinsame Interesse am Menschen und an der Gestaltung eines gemeinsamen Lebensraumes führt zu Kooperation und Zusammenarbeit.
Kirche bringt dabei ihr spezifisch christliches Menschenbild ein. Unterschiedliche Wege und Methoden werden in einer zielorientierten Arbeit genutzt: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“, 1.Thess 5,21.
Auch im Bereich der eigenen Arbeit im kirchlichen Kontext werden einzelne Arbeitsfelder in ihrem Zusammenhang „einer“ Gemeinde gesehen und es wird von einem Zusammenhang der Lebenswelten Einzelner, von Gruppen und eines oder mehrerer Gemeinwesen ausgegangen. Integrale Gemeindepraxis ist am doppelten Liebesgebot ausgerichtet, versteht sich ökumenisch, sucht die Einheit in der Vielfalt und arbeitet mit vielen zusammen.
© 2011 Wolfgang Preibusch, Kirchtimke