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Konfirmandenfreundliche Gottesdienste
Werner Reich:
Kleine Schritte für einen konfirmandenfreundlichen Gottesdienst
1. Zielgruppengottesdienste haben ihr eigenes Recht. In unserer pluralen Gesellschaft gibt es Gruppierungen, die ihr eigenes Interesse, ihre eigenen Fragen haben und ihre eigenen Feierformen brauchen.
2. In der Versammlung der Gemeinde (= Gottesdienst) kommen die verschiedenen Gaben (Charismen) zusammen. Sinn: Auferbauung der Gemeinde. So wird der Leib Christi 'gebaut'.
3. Wir schaden dem Leib Christi, der Gemeinde, wenn wir unsere Gottesdienste so feiern, dass Konfirmandinnen und Konfirmanden (de facto) ausgeschlossen werden. Einem Gottesdienst der Gemeinde ohne Konfirmandinnen und Konfirmanden fehlt etwas.
4. Wir brauchen einen Gottesdienst, in dem sich alle wiederfinden können. Dieser Anspruch bewahrt sowohl vor allzu aufwendiger Methodenvielfalt (um der Methoden willen), als auch vor Phantasielosigkeit.
5. Rituale helfen, Gegenwartserfahrungen zu verstehen, zu bestehen und zu bewältigen.
- Sie können nur vollzogen werden, wenn sie verstehbar sind.
- Sie sind erlernbar und darum lehrbar.
- Sie sind veränderbar durch Praxis.
- Sie sind lebensnotwendig.
6. Gottesdienst ist konfirmandenfreundlich, wenn er für die Konfirmandinnen und Konfirmanden verständlich ist.
7. Gottesdienst ist konfirmandenfreundlich, wenn ihn die Konfirmandinnen und Konfirmanden mitgestalten.
8. Gottesdienst ist konfirmandenfreundlich, wenn in ihm Konfirmandinnen und Konfirmanden vorkommen.
9. Konfirmandinnen und Konfirmanden haben keine Sonderrolle im Gottesdienst der Gemeinde. Gottesdienstreform ist Sache aller vorhandenen Gruppen.
