Konfirmationspredigt 2011 - "Leinen los!"
Gal 5,13: „Ihr seid zur Freiheit berufen!“
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen.
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Familien, liebe Gemeinde,
heute heißt es: Leinen los!
Wenn ihr heute konfirmiert werdet, dann bedeutet das Ende und Anfang zugleich.
Es ist das Ende einer fünfjährigen Konfirmandenzeit, die ganz schön wechselhaft war. Da gab es Zeiten, in denen ihr ganz bei der Sache wart, mit einigen Eltern in den Dörfern oder auch hier in unserer Kirche auf dem Turm - Zeiten, in denen Fragen aufgetaucht sind, die euch beschäftigt haben. Können wir an Gott glauben? Wie ist das mit der Schöpfung? Was ist wichtig in meinem Leben? Wie ist das mit den Geboten Gottes? Ich hoffe, ihr könnt heute alle das Doppelgebot der Liebe nachsprechen, wie wir es geübt haben!
Lernen musstet ihr also auch – aber manchmal machte es einfach Spaß; Freundschaften unter euch wurden fester oder wurden auf die Probe gestellt. Ihr habt eigene Kreativität und Ideen eingebracht und unter Beweis gestellt. Gerne denke ich an den Vorstellungsgottesdienst mit Diakonin Sonja Winterhoff vor Ostern, wo es ja auch um das Thema Liebe ging, die Liebe zu Gott, zum Mitmenschen und zu sich selbst. Das „Herzblatt“-Spiel mit den Applaus-Läufern habe ich noch lebendig vor Augen, ihr sicher auch.
Oder die gute Gemeinschaft in Oese auf der Konfirmandenfeizeit und in manchen Stunden im Gemeindehaus und bei den Gottesdiensten hier in unserer Kirche. Und nun ist ein Ziel erreicht: eure Konfirmation. Also: Leinen los! Ich muss euch jetzt als Pastor loslassen.
Als Symbol dafür habe ich das Schiffstau mitgebracht, mit dem Schiffe im Hafen festgemacht werden. Gestern zum Abendmahlsgottesdienst und zur Beichte war dies Seil für uns ein Symbol für alles, was uns bindet und von einem gelingenden Leben fern hält. Und wir wissen: wer festgebunden ist, kommt nicht vom Fleck. Wenn aber im Hamburger Hafen ein Schiff auf große Fahrt geht und die Menschen an Deck noch einmal winken, dann werden nicht nur die Schiffsmotoren in Gang gesetzt, dann heißt es, auch: „Leinen los“ –
Und ich hoffe, liebe Konfirmanden, ihr habt Lust dazu mit eurem Leben auf große Fahrt zu gehen – und eure Eltern können sich auch darauf einlassen, dass ihr immer selbständiger werdet und eure eigenen Lebensentscheidungen trefft. Und wir als Gemeinde, Pastor und Kirchenvorsteher vertrauen drauf, dass eure große Fahrt ins Leben gelingt, und ihr genügend Glaube, Hoffnung und Liebe im Gepäck habt, aus den Erfahrungen in der Familie und auch in unserer Gemeinde aus der Konfi-Zeit. Also „Leinen los“.
Wir wollen das jetzt einmal symbolisch tun. Ich zähle bis drei, wenn ihr dann alle ruft „Leinen los“, dann werfe ich auch tatsächlich die Leine los…
1 – 2 – 3
„LEINEN LOS“
Ok, die Leine ist los. Das hat schon mal geklappt. Es geht nun auf neuen Wegen, die nicht vorgezeichnet sind. Erinnert ihr euch an unsere vorletzte Stunde vor den Osterferien? Ich hatte euch gebeten aufzuschreiben, was euch ganz besonders wichtig ist im Leben. An erster Stelle haben die meisten von euch die Familie genannt – und da ist es schön, dass so viel Familie heute dabei ist. Gute Freunde habt ihr genannt, Haustiere, Fußball, Handball usw. Natürlich kam auch das Handy oder der Laptop vor und das eigene Zimmer als Rückzugsort, aber auch Begriffe wie Liebe, Glaube und Freiheit.
Beim letzten möchte ich bleiben. Freiheit. „Heilig ist mir Freiheit“, hat eine Mitkonfirmandin dazu geschrieben, “weil ich alles machen kann und keiner mir etwas vorschreibt.“
Ungebunden sein, eben nicht gefesselt an Dinge, die man gar nicht möchte. Was wäre das auch für ein Leben, wo wir immer an der Leine wären! Wir Erwachsenen wollen das nicht für uns selbst und auch in der Kirche geht es nicht um Vorschriften, die einen gängeln und fesseln sollen. Selbst die 10 Gebote der Bibel sind als Lebenshilfe gedacht, für freie Menschen, die ihre Dinge selber regeln können, als Geschöpfe Gottes, in der Liebe zum Mitmenschen und zu sich selbst. Wenn ihr im Bibellexikon sucht unter dem Stichwort „Freiheit“, findet ihr sehr viele Textstellen dazu im Alten und Neuen Testament. Angefangen von Mose bis hin zu den Briefen des Paulus. Ein Wort nehme ich heute stellvertretend, im Galaterbrief heisst es: „Ihr seid zur Freiheit berufen!“ Der Glaube an Gott hat also etwas mit Freiheit zu tun, mit einem befreiten Leben, wo Fesseln abgelegt werden können.
Schon ganz am Anfang der Bibel wird das deutlich, ihr kennt die Geschichte von Mose, der zum Pharao geht und sagt: Lass mein Volk ziehen! Mose steht im Auftrag Gottes vor dem Pharao von Ägypten, um das Volk Israel in die Freiheit zu führen.
Dieser Ruf von Mose hat in allen Zeiten Menschen inspiriert. Zum Beispiel viele Jahrhunderte später die schwarzen Sklaven in Amerika. Auch sie haben gerufen, gesungen: Lass mein Volk ziehen - Einige kennen vielleicht auch den Spiritual: "Let my people go!," den wir zu Anfang gesungen haben. Der farbige Bürgerrechtler Martin Luther King war Pastor, er kannte die biblisch bezeugte Freiheit für den Menschen – und kämpfte dafür, auch mit einer großen Rede – „Ich habe einen Traum“. Einige Sätze will ich daraus vorlesen:
Ich habe einen Traum, dass eines Tages unten in Alabama mit den brutalen Rassisten, mit einem Gouverneur, von dessen Lippen Worte der Einsprüche und Annullierungen tropfen dass eines Tages wirklich in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen mit kleinen weißen Jungen und weißen Mädchen als Schwestern und Brüder Hände halten können.
Freiheit zu einem guten und gelingendem Leben für alle. Freiheit zu einem glücklichen Leben, wo keiner auf Kosten des anderen lebt, sondern Menschen füreinander da sind. Das ist sein Traum der Freiheit. Und viele Farbige haben voller Vertrauen auf Gott für eine bessere Zukunft gekämpft.
Liebe Gemeinde, liebe Eltern und Großeltern und Freunde und Verwandte unserer Konfirmanden: Es ist der Ruf nach Freiheit, der Menschen beflügelt. Also auch heute, bei dieser Konfirmation: Freiheit – Leinen los - : „Ihr seid zur Freiheit berufen!“ Das glauben wir.
Nur damit das keiner falsch versteht: Wenn heute der Konfirmandenunterricht endet, geht’s für euch sicher nicht um die Befreiung aus der Sklaverei. Ich möchte aus diesem Ruf vielmehr die Zuversicht stark machen für euren weiteren Weg, euch zurufen: Mache dich auf deinen Weg, geh mit Gott, finde mit ihm deine Freiheit! Also: “Leinen los” – „Ihr seid zur Freiheit berufen!“
Das bedeutet weniger ein Ende, sondern eher einen Anfang. Ich will das kurz erläutern. In dem ich erzähle, wie das bei Mose mit der Freiheit war: Er begegnet Gott, doch er hat eine Menge Einwände, als Gott ihn beauftragte, sein Volk in die Freiheit zu führen. Mose ist kein Glaubensheld, sondern ein Mensch, der Zweifel hat, der nachfragen muß. Und diese Frage nach Gott ist entscheidend. Nicht immer schon alles zu wissen meinen, sondern zu fragen: Gott, wer bist du in meinem Leben? Hier bei Mose antwortet Gott und stellt sich vor: Er sagt seinen Name „Jahwe“ und der bedeutet im Alten Testament: „ich bin Da“ – „ich bin für dich da“! Ich bin bei dir und begleite dich, begleite euch auf dem Weg.
Liebe Konfirmanden, Gottes Name ist durchdie Jahrhunderte seine Botschaft heute auch an euch. Und viele der Konfirmationssprüche, die ihr gewählt habt, bekräftigen diese Zusage der Nähe Gottes. Genau darum geht es: zu wissen, ich bin nicht allein, ob ich noch gebunden bin oder schon frei. Und immer wenn ihr euch daran erinnert, wenn ihr zurückfragt nach diesem Gott, der uns seine Nähe in unserem Leben zusagt, dann seid ihr auf dem Weg in die Freiheit.
Zur Freiheit gehört auch das Aufbrechen, sich los machen. Liebe Familien, die Konfirmation der Kinder ist ein besonderes Ereignis. Wem sage ich das heute in dieser vollen Kirche! Auch wenn die Jugendlichen sicher noch einige Jahre zuhause bleiben: Man kann es fühlen: Etwas wird anders in dieser Zeit. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, der Neuorientierung. Eine verwirrende Zeit, manchmal schmerzhaft, mit innerer Zerrissenheit, dann wieder voller Euphorie. Die Gefühle fahren Achterbahn, bei den Jugendlichen, aber oft auch bei den Eltern.
Liebe Eltern, ihr habt eure Kinder bis hierher begleitet, erzogen, auf den Weg gebracht. Und das ist sicher noch nicht zu Ende. Vielleicht sind da auch manche Sorgen und Fragen. Mose hatte bei seinem Aufbruch Angst,. Er fagte mit Sorge: Wie geht es weiter? Und er spricht zu Gott von seiner Angst. Und Gott versteht ihn. Gott gibt ihm Freunde an die Seite. Seinen Bruder Aaron, der besser reden kann als Mose. Später dann die Ältesten der Gemeinde, die die Aufgaben mit ihm teilen.
Gott hat ihm damit gezeigt: du musst nicht alles allein können, allein machen. Du kannst dich auch auf andere verlassen, auf deine Freunde, auf deine Familie, auf die Gemeinschaft im Glauben. Gott macht ihm immer wieder Mut: Geh deinen Weg getrost.
Und dann sind sie also unterwegs, befreit aus der Sklaverei. Gott führt sie in die Freiheit. Damit könnte ein Märchen schließen. In der Bibel ist das nicht so: Wie im wirklichen Leben geht mancher Ärger jetzt erst richtig los. Das Leben läuft nicht rund. Der Weg ist steinig und schwer. Auch mit Gott. Und da gibt es auch traurige Ereignisse und vielleicht scheitert ihr auch auf eurer Fahrt das eine oder andere mal und erleidet womöglich sogar Schiffbruch. Wenn wir unser Leben mit Gott leben, dann sind wir nicht auf eine wundersame Weise aus allem Schlamassel raus.
Das lässt jeden von uns auch immer wieder zweifeln, manchmal auch verzweifeln. Aber wir wissen, wir sind nicht allein: Ein Mitkonfirmand von Euch hat geschrieben:
„Heilig ist mir mein Glaube, bzw. Gott, weil er einem immer beisteht und weil man ihm vertrauen kann. Man kann immer zu ihm beten und er hilft einem“
Genau das ist die Erfahrung, die uns auch bei Mose begegnet. Ich wünschte mir, ihr alle könntet heute so sprechen und wissen: Wir fallen womöglich immer wieder zurück, ängstlich und fragend – aber wir stehen auch immer wieder auf – und da ist einer, der uns dabei hilft.
Der mir wie am Anfang auch unterwegs neuen Mut gibt. Der spricht: "Ich werde Da sein, ganz nah bei dir, gerade auch im Dunklen, auf den steinigen Wegen." Und ich kann es glauben, auch wenn ich Gott oft nicht spüren kann, er hat mich schon oft gehalten und es geht weiter.
Also: "Leinen los!" - "Ihr seid zur Freiheit berufen." Die farbigen Sklaven haben für ihre Menschenrechte gesungen, gebetet und gekämpft. Schließlich wurden sie als Menschen gesehen, konnten frei sein, wählen, arbeiten, heiraten, wie sie es wollen. Gemeinsam haben sie es geschafft. Und jetzt ist sogar ein Farbiger Präsident der USA. Das hätte vor 50 Jahren niemand für möglich gehalten. Also: Es lohnt, den Weg der Freiheit zu gehen und an Träumen festzuhalten. Wer weiss, was auch mit Euch in den nächsten 50 Jahren auf den Weg gebracht wird...
Geht euren Weg in Freiheit, und wisst: Ihr seid dabei nicht allein, sondern ihr gehört zu dieser Gemeinde, gehört zu Gott. Er begleitet euch und stärkt euch. Er segne euch auf eurem Weg und gebe euch den kräftigen Rückenwind auf eurer großen Fahrt ins Leben, den ihr braucht. Und der Poller in Kreuzform auf unserem Liedblatt macht deutlich, wo ihr euch immer wieder fest machen könnt auf eurer großen Lebensfahrt, so wie heute in diesem Gottesdienst. Wenn ihr heute konfirmiert werdet, heißt es: Leinen los. Glaubt es: „Ihr seid zur Freiheit berufen!“
Wolfgang Preibusch/ Predigtidee Birgit Spörl
Konfirmationspredigt 2010
Konfirmation 2010
Konfirmationsgottesdienst in der
Kirchengemeinde Kirchtimke 2010
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
liebe Eltern, Paten und Angehörige,
liebe versammelte Gemeinde!
Heute geht es ganz um Euch, liebe Konfirmanden.
Wenn wir Euch so haben einziehen sehen in diesen Gottesdienst zur Konfirmation, dann war es nicht zu übersehen: ihr seid herangewachsen. Ich erinnere mich noch an den Begrüßungsgottesdienst 2005 hier in der Lambertuskirche. Damals war ich noch größer als jede und jeder von euch – nun überragt ihr mich zum Teil. Und ihr spürt es auch selbst, ihr steht jetzt ganz anders im Leben, seid an der Schwelle zum Erwachsenwerden, ihr habt bereits einen großen Sprung ins Leben gemacht.
Und ich denke, jeder aus euren Familien spürt, welchen großen Sprung ihr gerade macht: Aus der Kindheit heraus und hinein in das große Leben. Wer weiß schon heute, wo ihr einmal landen werdet, wo ihr also euren Platz im Leben findet. Vielleicht wird Euren Eltern bei diesem Gedanken etwas schwindlig – oder euch selbst manchmal auch.
Nun weiß jeder, dass bei einem Sprung die Zeit in der Luft das Schönste ist. Darum habe ich heute auf unserem Gottesdienstblatt
Fallschirmspringer als Bild gewählt – sozusagen als Symbol für das tolle Gefühl des Fliegens beim Sprung. Vor Jahren hatte ich in den Alpen die Möglichkeit, mit einem Paragleiter selber ein paar Sprünge zu machen.
Als ich die erste Angst überwunden hatte, war es einfach nur prickelnd. Und etwa so prickelnd ist es auch, das Leben mit all seinen
Möglichkeiten zu entdecken, die eigenen Begabungen zu entwickeln, mehr und mehr zu spüren, was man kann – und was man in Zukunft zu Wege bringen wird. Vielleicht haben einige von Euch auch schon ganz konkrete Pläne und nehmen schon Anlauf für den nächsten großen Sprung. Und das ist heute klar: Jeder von uns in diesem Gottesdienst wünscht euch einen guten Sprung und erst recht eine gute und sanfte Landung für euer weiteres Leben. Denn so prickelnd auch der Sprung sein mag – es kommt ja noch mehr darauf an, wie ihr landen werdet – und wo.
Mit der Konfirmation heute sagen wir Euch zu: Ihr seid für euren eigenen Sprung ins Leben gerüstet. Acht Schuljahre liegen bereits fast hinter euch. Und in den letzten Jahren etwa 35 Konfirmandentreffen, dazu die Freizeit in Oese. Das Kennenlernen unserer Kirche, samt Turmbesteigung, wir haben euch mit biblischen Texten vertraut gemacht, besonders die Botschaft von Jesus und die Beziehung zu Gott lag mir am Herzen, und die Gemeinschaft des Glaubens, in die wir mit unserer Taufe gestellt sind. Beim Vorstellungsgottesdienst habt ihr das Thema entfaltet, was es bedeutet, unter Gottes Schutz und Schirm zu stehen.
Schaut noch einmal auf das Bild mit den Fallschirmspringern. Aus welchem Grund machen die einen so fröhlichen Eindruck? Na klar, weil das Fliegen ein tolles Gefühl ist.
Und warum haben sie keine Angst vor der Landung? Na klar, weil sie einen Schirm dabei haben, einen Fallschirm, der sie vor einem zu gewaltsamen Absturz schützt. Noch sieht man den Schirm nicht. Aber er ist da. Sorgfältig gefaltet, damit er sich problemlos entfalten kann. Würde er sich verheddern mit all den Schnüren, dann gäbe es eine harte Landung.
Ich habe heute einen ganz kleinen Schirm mitgebracht. Schon da musste ich mit den Schnüren gut aufpassen. Heute zur Konfirmation sagen wir Euch zu: Jeder von Euch hat so einen Fallschirm für sein eigenes Leben, darum könnt ihr getrost euren großen Sprung ins Leben machen. Die Worte zu Eurer Einsegnung sprechen besonders von Gottes „Schutz und Schirm“.
Jeder und Jedem von Euch werde ich das zusagen. Gott ist da. Auch wenn wir ihn nicht sehen – er ist da, mitten in unserem Leben. So wie die Fallschirme da sind – auch wenn wir sie noch nicht entfaltet bei den Springern sehen.
Und Gott sei Dank liegt es nicht an uns selbst, ob wir einen Gott haben, der für uns da ist. Seit Jesus uns Gott wie einen liebenden Vater oder eine liebende Mutter gezeigt hat, dürfen wir es glauben: Er ist bei jedem von uns – wie ein rettender Fallschirm. Um im Beispiel zu bleiben: In der Konfirmandenzeit wollten wir Euch ermutigen, auf diesen Fallschirm zu vertrauen, ihn zu benutzen – und vor allem nicht zu vergessen, auch die Reißleine zu ziehen, damit Euch dieser Fallschirm tatsächlich trägt. Es wäre ja fatal, wenn ihr das vergessen würdet, den Schirm auch zu benutzen.
Mit den Liedern und Texten der Bibel und den Gottesdiensten und Gesprächen in der Konfirmandenzeit haben wir das einzuüben versucht. Ich hoffe, es ist mir gelungen, euch gute Hinweise dafür zu geben. Das Besondere am „Schutz und Schirm Gottes“ ist nun aber, dass er nicht nur für den Notfall gedacht ist, sondern für jeden einzelnen Augenblick unseres Lebens. Kein Fallschirmspringer würde sagen: „Heute versuche ich es mal ohne Fallschirm“ – doch im richtigen Leben habe ich den Eindruck, dass so mancher Zeitgenosse genau das versucht – ob es um denAlkoholkonsum geht, das Autofahren, das miteinander umgehen in der Freundschaft und Liebe, der Umgang mit der eigenen Gesundheit - wie schnell sausen wir in den Schlamassel, wenn uns nichts hält und trägt; aber unser von Gott geschenktes Leben ist zu wertvoll, um ohne Schirm zu springen, um im Bild zu bleiben.
Liebe Jungen und Mädchen, wenn ihr heute Konfirmation feiert – glaubt es, Gott ist da.
Wenn ihr später euren Schulabschluss macht und euch für einen Beruf entscheidet, Gott ist euch nah.
Wenn ihr Freundschaften knüpft, Liebe empfangt und weiter gebt, Gott ist dabei.
Wenn ihr Fehler macht, euch entschuldigen müsst, weil ihr versagt habt, Gott lässt euch nicht allein.
Es liegt an Euch, wie stark ihr Euch dran orientiert und wie groß ihr den Schirm aufspannt. Er muss ja nicht so schlaff bleiben, wie meiner hier in der Kanzel.
Aber auch wenn ihr den Schirm nutzt, bewahrt euch das sicher nicht vor allen schmerzlichen Erfahrungen, auch nicht davor, zu versagen oder einmal eine Bruchlandung hinzulegen – aber auch da ist Gott, in den dunklen und schweren Stunden. Ihr seid nicht geschützt vor allen Gefahren, aber wir sagen euch heute zu: Es gibt keinen Augenblick im Leben, an dem ihr allein wärt, das steckt drin in diesen Worten: Schutz und Schirm.
Natürlich wünsche ich Euch Mut und Freude bei euren weiteren Schritten und Sprüngen ins Leben, dass ihr wie Fallschirmspringer
Vertrauen habt in den Schirm, der Euch trägt. Gott wird euch schenken, was ihr braucht, bei jedem weiteren Schritt. Und wie das aussieht, wenn man mit Schirm unterwegs ist, will ich jetzt einmal kurz demonstrieren. Ich habe einen kleinen Fallschirmspringer
mitgebracht, den will ich mal springen lassen und sehen, wie er zu Boden schwebt.
Liebe Konfirmanden, Gott ist und Schutz und Schirm im Leben. Darum sind wir heute zum Abschluss der Konfirmandenzeit zu einem fröhlichen Gottesdienst zusammen gekommen. Es ist es mehr als nur ein guter Brauch. Wir spüren, alle unsere gut gemeinten Wünsche für euer weiteres Leben wären recht nutzlos ohne das Vertrauen, dass Gott Euch bei der Erfüllung zur Seite steht.
Jede und Jeder von Euch hat sich ein biblisches Wort ausgewählt – alsZeichen, dass Gott zu jedem von Euch spricht und da ist. Für uns alle habe für diesen Gottesdienst einen Text ausgewählt, der mehrmals in der Bibel vorkommt, ein vertrauensvolles Gebet, es lautet:
„Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.Er ließ mich springen schnell wie Hirsche, auf hohem Weg ließ er mich gehen. Du gabst mir deine Hilfe zum Schild, dein Zuspruch machte mich groß. Du schaffst meinen Schritten weiten Raum, meine Knöchel wanken nicht.“ 2. Sam 22,29-34
In einer halben Stunde werdet ihr unsere Kirche mit dem Segen unseres Gottes verlassen und sozusagen auch hier einen Absprung
machen. Ich will es mit den Worten eines Kollegen sagen (Thomas Köppl): Es ist ein guter Absprung, wenn ihr versucht, im Vertrauen auf Gott ins Leben zu springen. Er ist so etwas wie der Fallschirm, der jeden von euch icher und sanft landen lässt. Manche tun sich schwer mit dem Glauben. Zu viele Zerrbilder Gottes und Jesus-Kitschbilder sind ihnen von Kindesbeinen an vor Augen gestellt worden… und ich weiß, wie fragwürdig ich manchmal auch selber … bin. (Doch) Es geht jetzt nicht mehr um Menschenwerk. Das ist getan. Ihr werdet vielleicht bald vergessen, was ihr bei uns gelernt habt, aber bitte vergesst Gott nicht.
Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden, das ist die Zusage heute an diesem Morgen für jeden von uns: Gott, Dein Fallschirm, dem Du
vertrauen kannst, springt mit Dir ins Leben. Freu Dich auf Deinen Fallschirmsprung! Vergiss Gottes Liebe nicht, die dich trägt und hält! So wirst Du alle kleinen und großen Sprünge meistern und unter Gottes Schutz und Schirm immer gut im wirklichen Leben landen. Amen.
Wolfgang Preibusch, Kirchtimke
Konfirmationspredigt 2009
Konfirmationspredigt 2009
Konfirmation 3./10.Mai 2009 / Luk 18,27
Liebe Konfirmanden, heute geht es um Euch! Auch wenn der Gottesdienst im Großen und Ganzen so ist, wie sonst auch. Manchmal habt ihr vielleicht gedacht: Das geht mich nichts an, das ist langweilig. Heute sind 90 % des Gottesdienstes so wie sonst auch – aber heute erlebt ihr es ganz deutlich: Wir sind gemeint. Es geht um mich, mein Leben, meine Hoffnungen, meine Träume, meinen Glauben. Und da hat sich ja einiges getan seit eurer Geburt und eurer Taufe. Heute ist ein weiterer wichtiger Schritt auf eurem Lebensweg, hier in unserer St. Lambertuskirche.
Vieles bewegt uns heute, eure Familien, euch selbst und auch uns als Gemeinde und mich als Pastor. Manches rufen wir uns besonders in Erinnerung, – nicht nur die vergangene Konfirmandenzeit in Kirchtimke, seit ihr begonnen habt im Jahr 2004 im 4.Schuljahr; inzwischen beginnt ihr erwachsen zu werden. Daran müsst ihr euch gewöhnen und auch wir müssen uns erst daran gewöhnen, dass ihr eigene Vorstellungen und Pläne habt. Vielleicht schaut ihr euch heute noch einmal im Familienkreis frühe Kinderfotos an und vielleicht werdet ihr auch schon gefragt: Und - was wünscht Du Dir für die Zukunft? Was willst Du mal werden?
Also, liebe Konfirmanden, heute geht es tatsächlich um Euch – aber ich kann Euch vergewissern, auch in den zurückliegenden Jahren ging es um Euch, ob ihr das in euren Familien. in unserer Gemeinde und bei der Konfirmandenarbeit gespürt habt oder ob ihr es nicht gespürt habt. Am heutigen Tag wird es aber allen hier in der Kirche recht sein, wenn ich Euch besonders anspreche.
Ich möchte mit Euch noch ein klein wenig darüber nachdenken und habe dazu zunächst - oh Überraschung – einen Unfallkoffer mitgebracht, aus meinem Auto:
Ihr wisst alle, der ist für den Notfall. Da ist drin, was man z.B. bei einem Unfall braucht. Verbandszeug, Pflaster usw. Gleich daneben liegt das Warndreieck und die Notfallweste im Auto. Jeder Autofahrer muss das dabei haben, sonst darf man nicht fahren. Warum? Weil so ein Notfallkoffer Leben retten kann, wenn es ernst wird. Und wenn ihr, liebe Konfirmanden, in drei, vier Jahren euren Führerschein macht, dann müsst ihr dafür auch noch einen 1.Hilfe-Kurs machen. Also einige Handgriffe lernen, die im Notfall Leben retten können.
Nun werdet ihr fragen: Was hat das denn mit unserer Konfirmation und der Konfirmandenzeit zu tun? Nun, das will ich euch sagen. Manchmal habe ich den Eindruck, unsere Konfirmandenarbeit ist etwas ganz Ähnliche wie so ein 1.Hilfe-Kurs. Ihr lernt einige Dinge, die euch im Notfall in eurem Leben helfen können: Ein vertrauensvolles Gebet z.B.; ich habe mir große Mühe
gegeben, dass ihr das Vaterunser und den 139.Psalm gut auswendig sprechen könnt. Habt ihr ihn bis heute behalten?
„Herr du durchschaust mich und kennst mich durch und durch. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es. Du kennst meine Pläne von ferne. Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich, jeder Schritt ist dir bekannt. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“
So ein Gebet kann tatsächlich Halt und Hilfe sein, wenn alles andere brüchig geworden ist,wenn Freundschaften zerbrechen, Vertrauen enttäuscht wurde und ich gerade nicht weiß, wie es weitergehen soll. Ähnlich ist es mit den biblischen Geschichten, die wir gelesen haben. Sie werfen immer wieder eine neue Sicht auf unser Leben. Wir sind nicht so festgelegt wie wir denken. Erinnert
ihr Euch an die Geschichte aus dem Vorstellungsgottesdienst, mit Zachäus und Jesus?
Der reiche Zöllner saß da auf dem Baum, saß auf seinem Geld und dann kam Jesus vorbei, der sagte: Zachäus, komm herunter, ich will heute dein Gast sein. Und das hat ihn verändert. Marvin und Lara hatten zuvor an die Schauwand geheftet, wer alles besonders von Armut betroffen ist, bei uns und auf der Welt. Das hat deutlich gemacht, wie viele es sind und wie es auch von uns allen abhängt, wie es in Zukunft weiter geht. Für die Erzählpantomime im Vorstellungsgottesdienst hatte Luisa den Zachäus gespielt
und kleine Geldsäckchen mitgebracht, um sie dann an die Umstehenden zu verteilen. Als sichtbare Zeichen dafür, wie stark sich bei Zachäus etwas verändert hat.
Liebe Konfirmanden, ihr seid noch auf dem Weg. Vielleicht wisst ihr schon genau, was ihr einmal später machen wollt, vielleicht aber auch nicht. Und vielleicht müsst ihr euch auch einmal wieder aufs neue um entscheiden. Darum macht es gar nichts, wenn ihr heute noch einen festen Lebensplan in der Tasche habt. Wer sagt denn überhaupt, dass wir immer schon alles wissen müssen? Wer sagt denn, dass wir immer so bleiben müssen, wie wir sind?
Noch einmal zu Zachäus: Er erlebte sich selbst mit einem mal ganz neu: er spürte bei Jesus:Das Leben ist offen! Das Leben ist ein immer wieder ein offener Prozess, eröffnet von dem Gott, der uns aus uns selber herausholt und eine neue Zukunft zeigt. Es ist die Erfahrung, dass da all unser Festes so fest gar nicht ist, dass sich bisher gesetzte Fundamente - Werte, Normen, Vorstellungen, unversehens als gar nicht mehr als so sicher gegründet erweisen.
Und wenn uns etwas im Leben so erschüttert, als ob der feste Boden unter unsren Füssen weggezogen wird, dann macht uns das unsicher, das ist mitunter dann eine richtige Krise in unserem Leben. Auch da kann das Evangelium, wie das von Jesus und Zachäus eine gute Hilfe sein, einen neuen Weg zu gehen und darauf zu vertrauen: Einer weiß immer wieder einen Weg für mich.
Und ruft mich und will bei mir sein. Gott sei Dank.
Also, das soll als Beispiel genügen, weshalb es durchaus Ähnlichkeiten der Konfirmandenzeit mit einem 1.Hilfe-Kurs gibt. Die Sache mit den guten Lebensregeln und den 10 Geboten gehört da sicher auch noch hinein und die Erinnerung an die Taufe, dass Gott ja schon lange mit mir auf dem Weg ist, bevor ich es selbst begreife und spüre. Das alles könnte ich also in meinen Notfallkoffer hinein tun: Tauferinnerung, Gebote, Bibel, Gebete….
Also, stimmt das, die Konfirmandenzeit packt so etwas wie einen Notfallkoffer, 1.Hilfe in den Notlagen des Lebens? Zunächst einmal ist das eine gute Sache, für den Notfall gerüstet zu ein. Es wäre toll, wenn ihr, liebe Konfirmanden, mit dem heutigen Tag fürs Leben gerüstet seid, mehr als vorher. Aber einen Haken hat die Sache doch. Wisst ihr, wann ich das letzte Mal meinen Notfallkoffer im Auto zur Hand genommen habe?
Ich glaube das war vor 5 Jahren, als wir im Urlaub mal eine Schere brauchten. Ich musste erstmal schauen, wo der Koffer eigentlich war. Ich hatte ihn ja ewig nicht gesehen. Und dann sah ich, das Verfallsdatum war auch schon erreicht. So lange wurde er von mir nicht benutzt.
Und den letzten Koffer vorher – so erinnerte ich mich dann, den habe ich ausgetauscht, ohne ihn ein einziges Mal zu öffnen. Die Plastik-Verpackung war noch außen drum und der alte DM-Preis klebte noch dran. So lange habe ich ihn nicht benutzt. Das ist der Haken an der Sache mit dem Notfallkoffer.
Denn das wünsche ich mir nun gerade nicht, dass ihr die Dinge unseres Konfirmandenunterrichtes, die Dinge unseres christlichen Glaubens, gut verstaut habt, irgendwo – um dann erstmal Jahre nicht mehr daran zu denken. Und jetzt wechsele ich das Bild. Ich lege den 1.Hilfe-Notfallkoffer an die Seite und nehme – eine Brotdose in die Hand, oder etwas vornehmer gesagt, eine Lunchbox.
Denn das wünsche ich mir mehr: Dass die Dinge unseres Glaubens für euch eine Wegzehrung sind, an jedem Tag neu. Ein Notfallkoffer muss im Auto sein, ja sicher, aber das Auto fährt damit nicht, dazu braucht es Kraftstoff im Tank. Also, solchen Kraftstoff wünsche ich euch – und dass ihr in der Konfirmandenzeit gelernt und erfahren habt, wo die Tankstelle ist. Selbst wenn unsere Gottesdienste für Euch mitunter langweilig waren, vielleicht habt ihr doch gespürt, dass andere in diesem gleichen
Gottesdienst aufgetankt haben, auch wenn es gerade nicht um eure Themen ging, was in der Schule so läuft oder in der Clique oder zu Hause, oder auf Viva und MTV…ihr wisst selbst, was Euch interessiert, aber ihr habt hoffentlich gespürt, dass Taufeltern oder Brautpaare oder Trauernde oder einfache Gottesdienstbesucher diesen gleiche Gottesdienst als Ort der Stärkung, des Trostes
und der Freude erleben.
Also: wir als Kirche, als Gemeinde, ein Ort , wo wir miteinander eine Kraftquelle anzapfen, die nicht versiegt. Auch heute in diesem Gottesdienst vertrauen wir darauf, wenn wir euch den Segen Gottes für Euer Leben zusprechen: nicht zuerst für den Notfall, sondern vielmehr als Kraft für euer ganzes Leben. Denn das ist ja der Sinn der Konfirmation: Bestärkung und
Kraft für euren Lebensweg.
Und es geschieht ja immer wieder in unseren Gottesdiensten, dass jemanden spürt: Heute bin ich gemeint. Ein Gedanke, ein Wort passt genau für mich. Plötzlich und unerwartet trifft es und derjenige kann das nicht mehr vergessen, bis es ihn dann mehr und mehr verwandelt.
Dies Wort zeigt dann eine neue Zukunftsperspektive und das gegenwärtige Leben wird zur Zukunft hin geöffnet. Jeder Konfirmationsspruch von Euch heute weist uns auf dieses Geschehen hin. Noch einmal: Es ist gut zu wissen, wo ich im Notfall Sicherheit und Geborgenheit finden ann, aber es ist noch besser, wenn ich mich dem täglich in meinem Leben öffne. Und hier kommt der Glaube ins Spiel, und der ist nichts anderes, als sich Gott zu überlassen, dem Wort, das er zu mir gesprochen hat: ihm zu vertrauen. Liebe Konfirmanden, eure Zukunft ist eine offene Zukunft – es ist eure Zukunft, es ist Zukunft die Gott euch schenkt. Und so ist Glauben, ist der Glaube um den wir für euch heute in diesem Gottesdienst bitten, nichts anderes als Hoffnung auf den Gott, der jetzt schon bei uns ist und immer wieder aufs neue entgegen kommt.
Was heißt es eigentlich, wenn wir sagen: Ich glaube? Ich halte irgendetwas für wahr? Ich habe gelernt, was ich zu glauben habe? Eine Hilfe, eine eiserne Ration für schwere Zeiten? Vertrauen auf Gott und vertrauen in das Leben, das er Euch geschenkt hat?
Wer nämlich sagt: "Ich glaube", wer das zu sagen wagt, der sagt: Ich bin immer noch unterwegs, ich breche auch immer wieder auf, ich bin eben noch lange nicht fertig - und brauche auch noch gar nicht fertig zu sein; Gott zieht mich in eine Geschichte hinein, deren Ziel er allein kennt, da er es ja selber das Ziel ist. „Ich glaube“ bedeutet dann, sich diesem zu mir redenden Gott zu öffnen, der mich heute anspricht, der mich heute persönlich meint, und der mit mir heute und für alle Zukunft noch etwas vor hat.
Dieser Glaube ist - erlaubt mir den Vergleich - wie eine Lunchbox, die sich auf wunderbare Weise an jedem Tag neu füllt. Der Kirchenvorstand hat heute für jeden von Euch als Erinnerung daran eine solche Box mitgebracht. Die schmale Taschenausgabe. Und symbolisch einen Bibelvers aus dem Lukasevangelium hineingelegt auf einer Postkarte mit dem Blick auf unseren Altar: Darauf das Wort der Jahreslosung 2009, das lautet: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (18,27). Wir haben sie auch an alle im Gottesdienst verteilt.
Wir möchten euch darin bestärken, euch immer wieder aufzumachen in eurem Leben und mit Gott in eurem Leben zu rechnen. Wer einmal etwas von Gott gespürt hat, der wird nicht zur Ruhe kommen, der wird fragen: was hat Gott mit mir vor? Auf diesem Weg sind wir als Gemeinde gemeinsam unterwegs – darum gibt es den Glauben und die Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche.
Und da ist es ein schönes Zeichen, dass heute bei eurer Konfirmation so viele gekommen sind, aus euren Familien, aus eurem Freundeskreis und aus unserer Gemeinde.
Bleibt mit uns auf diesem Weg – und lasst euch dabei stärken, heute und in Zukunft. Und wenn ihr sagt: ich bin aber gar nicht religiös und ich weiß gar nicht genau, ob ich glaube, dann denkt an das Wort in eurer Lunchbox und setzt den Weg einfach fort und überlasst das weitere Gott. Denn im Lukasevangelium heißt es ja: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott
möglich“. Amen.
Wolfgang Preibusch, Kirchtimke


