Ev.-luth. Kirchengemeinde Kirchtimke

Konfirmandenarbeit

Mit Kindern beginnen: "Wir werden Bibelentdecker"

Konfirmandenzeit mit Kindern beginnen!

Ein guter Zugang ist uns wichtig!

Wie in etwa 70 weiteren Gemeinden in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers beginnt bei uns die Konfirmandenzeit früher als gewohnt. Zu Beginn des 4. Schuljahres werden die Jungen und Mädchen eingeladen.
Die Erfahrungen zeigen: Mit 10 Jahren haben viele Kinder großes Interesse an religiösen Fragen und möchten mehr über die Kirche, die Bibel und den christlichen Glauben erfahren. Probleme der Pubertät und erhöhte schulische Anforderungen beeinträchtigen diese Form der Konfirmandenarbeit kaum. 1993 haben wir mit der vorgezogenen Konfirmandenarbeit mit Kindern begonnen.

 

Start in die Konfi-Zeit mit Eltern

Eltern beteiligen


Ein besonderes Anliegen ist es uns, Eltern für die Konfirmandenarbeit zu interessieren und an der Durchführung der Stunden zu beteiligen.

Nach Möglichkeit werden die etwa 45 Konfirmanden unserer Gemeinde in kleinen Gruppen in den Dörfern unterrichtet - und nur ab und zu gemeinsam in Kirchtimke.
Interessierte Eltern treffen sich zur Vorbereitung der Gruppenstunden mit Pastor Preibusch. Zur Mitarbeit sind keine weiteren Vorkenntnisse notwendig - einzig die Bereitschaft, mit zu machen und an den Vorbereitungen teil zu nehmen.
„Spuren christlichen Lebens“: Die erste Gruppenstunde führt die Kinder in die Kirche — und wer Lust hat, kann auch den Kirchturm bis zu den Glocken besteigen.
Alle Konfirmanden erhalten zum Begrüßungsgottesdienst eine Kinderbibel geschenkt, mit der im ersten Jahr gearbeitet wird.

Kinder, die noch nicht getauft sind, können problemlos mit machen. Hier zeigt sich die besondere Stärke der vorgezogenen Konfirmandenarbeit. Sie lernen in kindgerechter Form, was die Kirche ist und wofür sie steht und das erste Konfirmandenjahr ist eine gute Taufvorbereitung.
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Konfirmanden im Kindesalter

Ein Erfolgsmodell: In Kirchtimke beginnt Unterricht schon im vierten Schuljahr


VON SABINE VON DER DECKEN - Wümme-Zeitung 19.8.2010 -
Kirchtimke. Im Kirchtimker Gemeindehaus drücken nicht nur Pia, Ramona und Nils als angehende Konfirmanden die Schulbank, sondern sie teilen sich diese mit ihren Müttern und Vätern - denn hier findet Konfirmandenarbeit mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern statt. Wichtig für die in Kirchtimke praktizierte Konfirmandenzeit ist die Elternbeteiligung, denn nichts stabilisiert so sehr wie das Elternhaus, erläuterte Pastor Preibusch das Konzept. Aber nicht nur die Hilfe der Eltern beim Konfirmandenunterricht ist ungewöhnlich, sondern auch das Alter, in dem dieser beginnt. In den Timke-Dörfern starten die Kinder bereits im vierten Schuljahr in ihre Konfirmandenzeit.
Seit 17 Jahren schon praktiziert die Kirchengemeinde Kirchtimke dieses Konzept und gehört damit zu einer von 70 der mehr als 1500 Gemeinden der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. 1993 hatte man sich für dieses Modell entschieden, bei dem die zehnjährigen Kinder fünf Jahre lang den Konfirmandenunterricht besuchen. Wie die Konfirmanden der anderen Gemeinden verbringen auch die Kirchtimker Kinder trotz der fünf Jahre insgesamt nur 70 Stunden beziehungsweise 90 Unterrichtstunden im Gemeindehaus. Allerdings sind diese anders aufgegliedert, erläuterte Pastor Preibusch, der die Idee des
im Kinderalter beginnenden Konfirmandenunterrichts vor 20 Jahren von einer Fortbildung aus Loccum mitbrachte. Gegliedert in Kinder- und Jugendzeit greife ein unterschiedliches pädagogisches Konzept, das auf die verschiedenen Altersstufen und Reifegrade zugeschnitten sei. Mit diesen pädagogischen Überlegungen im Gepäck erhalten die zehnjährigen Kinder einen anderen Zugang zur Religion und zur Kirche als das bei 14-Jährigen möglich ist, so Preibusch.
Solides Basiswissen
In der Anfangszeit während des vierten und fünften Schuljahres lernen die Kinder ihre Kirche und Gemeinde gut kennen und werden in dieser Zeit mit einem soliden Basiswissen ausgestattet. Im sechsten Schuljahr findet kein Konfirmandenunterricht statt, aber attraktive Angebote in den Kinder- und Jugendgruppen stabilisieren die Verbindung zur Kirchengemeinde. Wenn die Konfirmanden anderer Gemeinden dann ab dem siebten Schuljahr einmal pro Woche zum Unterricht gehen, haben die Timke-Kinder frei. Für sie steht in diesem Schuljahr die Konfirmandenfreizeit auf dem Programm, die sie ganz besonders genießen können, denn mittlerweile kennen sich die angehenden Konfirmanden schon recht lange. Im achten Schuljahr stehen vor der Konfirmation 18 zum Teil selbst gestaltete Gottesdienste auf dem Programm, die auf der Gottesdienstkarte abgehakt werden.
Eine bundesweite Befragung von Konfirmanden machte deutlich, dass die Kirchtimker Jugendlichen rundherum mit ihrer Konfirmandenzeit zufrieden waren. Gerne gingen sie zum Unterricht, verbrachten hier eine stressfreie Zeit und fühlten sich gut vorbereitet, urn über den eigenen Glauben entscheiden zu können. Auch die Geschenke zur Konfirmation nahmen nicht den Stellenwert ein. Spitzenwerte erreichten die Kirchtimker bei der Frage nach der Verbundenheit zur Gemeinde. Für Pastor Wolfgang Preibusch beweist die positive Resonanz auf dieses Konzept der Konfirmandenarbeit, dass die Kirche in Kirchtimke Zukunft hat.
Im Alter von zehn Jahren ist das Interesse an religiösen Fragen zu Kirche, Bibel und Glauben groß. Die Pubertät hat noch nicht begonnen, die schulischen Anforderungen sind überschaubar und die Kinder interessiert. Das zeigte sich auch beim ersten Treffen der Kirchtimker Konfirmanden, die wieder zu Beginn des vierten Schuljahrs in das Gemeindehaus eingeladen wurden. Mit viel Spaß und Freude hatten die Tunke-Kinder bereits am Begrüßungsgottesdienst teilgenommen, bei dem sie ihre Kinderbibel erhielten und nun nahmen sie ihren von Pastor Preibusch vorbereiteten Ordner „Meine Konfirmandenzeit" stolz in Empfang.