Basarerlös bringt fast ein halbes Jahr Hilfe
Kirchtimke. Sich für eine gute Sache zu engagieren, macht am meisten Freude, wenn es sichtbare Ergebnisse bringt. Entsprechend glücklich sind Reinhild Heitmann und ihre Mitstreiterinnen. Ihr Secondhand-Basar in Kirchtimke zu Gunsten indischer Kinder hat 2120 Euro Erlös gebracht.
„Ich habe mich so gefreut“, sagte die Organisatorin des Basars, der am vergangenen Freitag zu Ende gegangen war. Insgesamt wurden an den fünf Verkaufstagen 1715 Euro umgesetzt. Zudem spendeten die Basarkunden noch 205 Euro. Und eine Sammlung im Rahmen des jüngsten „denkste“-Gottesdienstes brachte auch noch 200 Euro ein.
Das Geld wird nun nach Koyda überwiesen. Das Dorf in Indien ist Standort eines Kinderheimes, das auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Mit rund 5000 Euro beziffert Reinhild Heitmann die Summe, die dort jährlich zur Deckung der laufenden Kosten gebraucht wird.
Das Geld aus der Samtgemeinde Tarmstedt wird also fast den halben Jahresbedarf decken. Angesichts ihrer Erfahrungen bei Besuchen in Koyda ist sich Reinhild Heitmann sicher, dass die Überweisung Freude bereiten werde.
Ob und wann es wieder einen Basar geben wird, sei noch offen. Zunächst stehe ein Treffen mit allen Helfern an, um Bilanz zu ziehen. Vorsichtig angedacht sei, den Basar künftig im Wechsel in Kirchtimke und Tarmstedt stattfinden zu lassen. Schon diesmal waren an der Organisation auch Tarmstedterinnen beteiligt. (bal)
Zevener Zeitung Artikel vom 24.03.11
Foto WP
Hilfe für Kinder in Indien
Die „Koydakinder“ begrüßten die Delegation aus Deutschland im Oktober 2009 mit einem Lied – und mit viel Gastfreundlichkeit und Fröhlichkeit.
Dienstag, 1. März 2011
Basar für bessere Zukunft
Kirchtimke. Engagierte Frauen aus der Kirchengemeinde Kirchtimke liefern jetzt den idealen Anlass, den Kleiderschrank auszumisten. Sie veranstalten erneut einen Secondhand-Basar zu Gunsten indischer Kinder.
Seit Jahren schon unterstützen Bürger aus dem Kirchspiel Kirchtimke Hilfsprojekte in Ostindien. Vor allem das Kinderheim in Koyda, wo derzeit etwa 30 Kinder leben, steht im Mittelpunkt der Bemühungen. So auch diesmal. Wenn von Montag bis Freitag, 14. bis 18. März, gebrauchte Bücher und abgelegte Kleidung im Kirchtimker Gemeindehaus verkauft werden, dann fließt der Erlös zu 100 Prozent dorthin.
Nachdem zuvor mit ähnlichen Aktionen vor allem Nothilfe nach Überschwemmungen und Bränden geleistet wurde, geht es diesmal darum, die laufenden Kosten des Heims zu decken. Die verlässlich planbaren Einnahmen etwa aus Patenschaften, sind in Koyda noch längst nicht hoch genug, um daraus die jährlich benötigten 5000 Euro zu decken.
Bevor aber der Verkauf starten kann, brauchen die Initiatorinnen Ware. Deshalb rufen sie zu Kleider- und Bücherspenden auf. Wer Damen-, Herren- oder Kinderkleidung (ab Größe 152) kostenlos abzugeben hat, möge diese am Mittwoch und Donnerstag, 9. und 10. März, zwischen 10 und 12 Uhr abgeben.
Für Auskünfte stehen neben Karola Preibusch ( 04289/486) und Reinhild Heitmann ( 04289/230) in Kirchtimke auch Ute Fischer (Hemel, 04289/8007), Anne Holsten (Tarmstedt, 04283/8179) und Ulrike Gerken (Hepstedt, 04283/312) bereit.
Eine zusätzliche Gelegenheit, Kleidung und Bücher abzugeben, bietet sich am Sonntag, 13. März, im Rahmen des nächsten „denkste“-Gottesdienstes, der ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus gefeiert wird. (bal)
Auf einen Blick
Was: Secondhand-Basar
Wann: Montag bis Freitag, 14. bis 18. März, 9.30 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr (Freitag bis 21 Uhr)
Wo: Gemeindehaus Kirchtimke
Kleider- und Bücherspenden werden am 9. und 10. März von 10 bis 12 Uhr angenommen
Zevener Zeitung Artikel vom 01.03.11 - 12:00 Uhr
Second-Hand-Basar für das Kinderhostel in Koida
Frauen organisieren Basar
Erlös der Ware aus zweiter Hand geht an das Kinderhostel Koyda
Von Greta block
Kirchtimke. Der Winter neigt sich dem Ende zu, bald steht der Frühjahrsputz an - auch im Kleiderschrank. Über die aussortierten Sachen freuen sich die Frauen der Kirchengemeinden Kirchtimke und Wilstedt/Tarmstedt. Sie laden in der Woche vom 14. bis 18. März zum Secondhand-Basar ins Kirchtimker Gemeindehaus ein.
Der Erlös geht an das Kinderhostel Koyda in Südindien. In dieser Einrichtung leben 30 Kinder, die durch Spenden aus Deutschland zur Schule gehen und ärztlich versorgt werden können. Sie bekommen außerdem Essen und zwei Mal im Jahr neue Schulkleidung. Dies eröffnet den Kindern berufliche Möglichkeiten, die später dem Wohl ihrer ganzen Familie zugutekommen. Da die bisherigen Spenden noch nicht für alle Kinder reichen, hoffen die Kirchenfrauen auf einen erfolgreichen Basar. Verkauft werden sollen Damen- und Herrenbekleidung, Kleider für größere Kinder (ab Größe 152) und Bücher. Der Basar ist von Montag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Freitag bis 21 Uhr. Die Kleider- und Bücherspenden für den Basar werden am Mittwoch, 9. März, Donnerstag, 10. März, und an den ersten beiden Verkaufstagen von 10 bis 12 Uhr entgegengenommen.
Außerdem können beim nächsten Denkste-Gottesdienst am Sonntag, 13. März, Spenden abgegeben werden. Im Anschluss an den Gottesdienst, der um 19.30 Uhr beginnt, öffnet der Basar für etwa eine Stunde. Darauf weisen die Veranstalter hin. Weitere Informationen gibt es bei Karola Preibusch unter Telefon 04289/486, bei Ute Fischer (04289/8007), Anne Holsten (04283/8179), Ulrike Gerken (04283/312) und Reinhild Heitmann (04289/230).
Wümme Zeitung - 01.03.2011
Anpacken war gestern Morgen für Ute Fischer (rechts) und Reinhild Heitmann angesagt, als ein Lkw die 48 Boxen mit den 452 Schuhkartons voller Geschenke für arme Kinder abholte. Foto: bal
Weihnachten im Schuhkarton
Freude für 452 Kinder auf dem Weg
Kirchtimke. Wer gerade 48 Boxen, jede größer als ein herkömmlicher Umzugskarton, durch ein Fenster gehievt und auf einen Lkw geladen hat, der lächelt nicht. Normalerweise. Bei Ute Fischer und Reinhild Heitmann ist das anders. Das Duo sieht in der Plackerei sozusagen das feierliche Finale seines Einsatzes für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Und das hat sich auch dieses Jahr wieder gelohnt. Von Bert Albers
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Anpacken war gestern Morgen für Ute Fischer (rechts) und Reinhild Heitmann angesagt, als ein Lkw die 48 Boxen mit den 452 Schuhkartons voller Geschenke für arme Kinder abholte. Foto: bal
452 kleine Päckchen in den großen Kartons haben die beiden Frauen gestern Vormittag auf eine lange Reise geschickt. Irgendwo in Osteuropa, in einem Land, in dem es den Menschen nicht so gut geht wie in Deutschland, sollen sie Kinder glücklich machen. Kinder, die nichts von dem haben, was für Jungen und Mädchen hier selbstverständlich ist. Kinder, die ohne die Aktion wohl nichts zu Weihnachten bekämen.
Ermöglicht haben den Geschenkesegen hiesige Bürger. Kindergartengruppen, Schulklassen, Familien, Rentner. Die Aktion ist längst ein Selbstläufer. Viele Spender sind dabei, seit Ute Fischer vor zehn Jahren ihr Haus in Hemel erstmals zur Sammelstation umfunktionierte.
Dass es diesmal knapp 90 Päckchen weniger sind als 2009, sehen die beiden Frauen nicht als Misserfolg. Erstens gebe es in der Nähe mittlerweile mehr Sammelstellen und außerdem habe sich in diesem Jahr mancher Unterstützer darauf beschränkt, Geld für die Aktion zu geben. Wer keine Zeit oder Lust zum Packen hat, der hilft eben mit Barem.
Ein gutes Werk, davon sind die zwei überzeugt, tut jeder, der sich beteiligt. An der Armut in den betreffenden Staaten ändere sich mit der Aktion nichts, doch für die beschenkten Kinder seien die Pakete mehr als eine einmalige, temporäre Freude. Kuscheltiere, Stifte, ein Ball – das seien langlebige Geschenke. Zudem kenne sie ältere Herrschaften, die sich noch heute bestens daran erinnern, was für sie nach dem Krieg in einem Care-Paket steckte, so Reinhild Heitmann.
Deshalb ist für das Duo schon jetzt klar: Im nächsten Jahr wird wieder gesammelt. Danach sind die beiden vielleicht sogar dabei, wenn die beschenkten Kinder auspacken. Der Verein Geschenke der Hoffnung, der „Weihnachten im Schuhkarton“ in Deutschland organisiert, hat ihnen die Teilnahme an einer Verteilerreise in Aussicht gestellt.
Zum Thema
Der christliche Geschenke der Hoffnung e.V. mit Sitz in Berlin hat in diesem Jahr zum 15. Mal für „Weihnachten im Schuhkarton“ gesammelt. 2009 hatten nach Angaben des Vereins Spender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz 538 238 Schuhkartons für Kinder in Armut geschenkt. Davon kamen 501 645 aus Deutschland. Sie wurden kurz vor Weihnachten in den 14 Empfängerländern Albanien, Armenien, Bulgarien, Georgien, Kosovo, Kroatien, Moldawien, Mongolei, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Südafrika und Weißrussland verteilt. www.geschenke-der-hoffnung.org
Zevener Zeitung 24.11.2010
