Ev.-luth. St.Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke

Kircheneintritt / Kirchenaustritt

Kircheneintritt

Sie möchten (wieder) Mitglied werden in der Evangelisch-lutherischen Kirche ?
Das können Sie gerne ganz unkompliziert in jedem Pfarramt unserer Landeskirche mit Ihrer Erklärung vollziehen.

Die Taufe gehört für unsere Kirche zur Mitgliedschaft. Die persönliche Vorbereitung sprechen Sie mit Ihrem Pfarramt ab.

Rufen Sie möglichst vorher an, damit Sie auch jemand im Pfarrbüro erwartet.

Unsere Telefonnummer: 04289-254

Ihr
Pfarramt in Kirchtimke

Was bewirkt meine Kirchenmitgliedschaft ?

Kirchenaustritt??

Kirchenaustritt ist gerade ein angesagtes Thema, wenn man die Zeitungen durchblättert. Ich nehme das als Anlass, allen Menschen zu danken, die der Kirche angehören! Sie sind Teil einer Gemeinschaft, die in unserer Gesellschaft wichtige Aufgaben übernimmt.
Mit Blick auf die Kirchensteuer heißt das: Sie sind Teilhaberinnen und Teilhaber an allem, was Kirche und Diakonie für unsere Gesellschaft leisten. Es ist gut und richtig, dass sie wissen wollen, was die Kirche mit dem ihr anvertrauten Geld unternimmt. Dietrich Bonhoeffer hat den Satz geprägt "Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist". Wir finanzieren überwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für andere Menschen einsetzen. Ob das Beratungsstellen, Notfallseelsorger, Zuschüsse für evangelische Kindergärten und Krankenhäuser, die Flüchtlingshilfe, Gruppen und Kreise in den Gemeinden oder Pastorinnen und Pastoren sind. Dadurch sind die evangelischen Kirchen einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Genauso wichtig ist, dass die Kirchengemeinden allein in Niedersachsen mehr als 100.000 Ehrenamtliche bewegen. Sie besuchen Alte und Kranke, feiern Kindergottesdienste, pflegen Pilgerwege, leiten Gruppen, singen im Chor oder sorgen für ein lebendiges Gemeindeleben.
Gleichzeitig nehmen wir die Aufgabe ernst, unsere Angebote den immer wieder neuen gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen. Das gelingt nur, wenn Menschen Mitglied der Kirche sind und bleiben. Damit tun sie Gutes - ich danke ihnen herzlich dafür!

Landesbischof Ralf Meister, Hannover

Hannover, 8.11.2013
Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Pastor Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Telefon: 0511-1241-799 // 0172-4159584
Pressestelle@evlka.de
www.Landeskirche-Hannover.de

 

Basisinfo: Besonderes Kirchgeld

Basisinfo: Besonderes Kirchgeld

Die Basis der Finanzierung kirchlicher Arbeit sind die Gaben der Kirchenglieder. Die Höhe dieser Gabe richtet sich grundsätzlich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Kirchengliedes. So zahlen Kirchenglieder, sofern sie lohn- oder einkommensteuerpflichtig sind, ihren Mitgliedsbeitrag in Form der Kirchensteuer. Die Kirchensteuer beträgt neun Prozent von der festgesetzten Lohn- bzw. Einkommensteuer. Kirchensteuern zahlen also nur diejenigen, die auch Lohn- oder Einkommensteuer zahlen.

Von der Kirchensteuer zu unterscheiden ist das so genannte besondere Kirchgeld (also nicht das „freiwillige Kirchgeld“). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers (wie auch alle anderen evangelischen Landeskirchen und die meisten katholischen Diözesen) erhebt ein besonderes Kirchgeld bei Kirchenmitgliedern, die in glaubensverschiedener Ehe leben. Eine glaubensverschiedene Ehe liegt vor, wenn der Ehegatte eines Kirchenmitgliedes keiner Religionsgemeinschaft oder keiner kirchensteuerberechtigten / kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört.

Wie bei der Kirchensteuer dient auch das besondere Kirchgeld dazu, die Mittel, die zur Erfüllung der kirchlichen Angebote benötigt werden, auf alle Mitglieder der Kirche entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu verteilen. Beim Kirchgeld ist die Bezugsgröße der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Eheleute. Voraussetzung ist also die steuerliche Zusammenveranlagung der Eheleute. Die Wahl der Veranlagungsart treffen die Ehegatten mit der Abgabe der Einkommensteuererklärung. Sofern das Kirchenmitglied im Rahmen des Lohnabzugsverfahrens bereits Kirchensteuer auf das eigene Einkommen entrichtet hat, wird diese Kirchensteuer auf das besondere Kirchgeld angerechnet.

Es kann daher zu Nachzahlungen kommen, wenn die im Lohnabzugsverfahren entrichteten Kirchensteuern geringer sind als das festgesetzte besondere Kirchgeld. Das wird von einigen Kirchengliedern als ungerecht empfunden („Wieso muss ich noch zusätzlich Kirchgeld bezahlen, wenn ich doch schon Kirchensteuer zahle?“). Dem entgegen haben das Bundesverfassungsgericht und der Bundesfinanzhof mehrfach festgestellt, dass als Grundlage für die Berechnung des besonderen Kirchgeldes der so genannte Lebensführungsaufwand dient.

Das heißt: das Kirchenmitglied hat ggf. eine höhere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als es sein individuelles Einkommen anzeigt. Denn es hat durch die Zusammenveranlagung der Einkommen am gemeinsamen Einkommen der Eheleute teil. Mit der Einführung des besonderen Kirchgeldes (in der Landeskirche Hannovers 2000, in anderen Landeskirchen bereits früher) wurde zudem eine Gerechtigkeitslücke geschlossen. Vorher haben Kirchenglieder in glaubensverschiedener Ehe keine (oder nur geringe) Kirchensteuer gezahlt, obwohl sie auf Grund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit dazu in der Lage waren, sich an der Finanzierung kirchlichen Lebens zu beteiligen.

Alternative: Wenn sich die Eheleute entscheiden, sich steuerlich getrennt veranlagen zu lassen, dient nur das Einkommen des Kirchenmitgliedes als Berechnungsgrundlage seiner oder ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. In diesem Fall würde das gemeinsame Einkommen der Eheleute keine Rolle mehr spielen.

Da sich der individuelle Lebensführungsaufwand nicht in jedem Einzelfall ermitteln lässt, wird er aus dem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen der Ehegatten typisierend hergeleitet. Die Kirchgeldtabelle ist so aufgebaut, dass etwa 1/3 des gemeinsamen zu versteuernden Einkommens dem Kirchenmitglied zugerechnet wird. Das Kirchgeld bleibt deutlich hinter dem Zuschlag zur Einkommensteuer zurück, der bei der Zusammenveranlagung in konfessionsgleichen oder konfessionsverschiedenen Ehen als Kirchensteuer hälftig auf jeden der beiden Ehegatten entfällt.

Weitere Informationen zum Thema besonderes Kirchgeld finden Sie auch im Internet unter
http://www.ekd.de/kirchenfinanzen/kirchensteuer/855.html





Hinweise:

Dieser Text ist verfasst von Mathias Benckert, Stellvertretender Pressesprecher der Nordkirche, und von Alexander Masthoff, im Landeskirchenamt Hannover zuständig für Kirchensteuerfragen, im Blick auf unsere Gegebenheiten überarbeitet worden. Diese Basisinfo darf frei verwendet werden.

Auskunft im Landeskirchenamt erteilt:
KAR Alexander Masthoff
Tel.: 0511-1241-204

Hannover, 9.11.2013

Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Pastor Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Telefon: 0511-1241-799 // 0172-4159584
Pressestelle@evlka.de
www.Landeskirche-Hannover.de