Region

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Ev.-luth. St. Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke und Region

Gemeinsame Gottesdienste und weitere Angebote

Im Bereich der Samtgemeinde Tarmstedt bilden die Ev.-luth. Kirchengemeinden Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke eine Region. Weitere Zusammenarbeit besteht mit der Salemsgemeinde der SELK in Tarmstedt. Gemeinsame Gottesdienste und Gruppen- und Gesprächsangebote zeigen ein lebendiges Miteinander.

Einige Angebote sehen Sie hier in der Navigation dieser Seite.

Weitere Information finden Sie weiter unten im Text und unter Region mit Wilstedt/Tarmstedt.

"Kirche in der Region": Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke

Seit vielen Jahren arbeiten die beiden Ev.-luth. Kirchengemeinden Wilstedt und Kirchtimke regional zusammen. Bei der Kinder- und Jugendarbeit gibt es ein gemeinsames Konzept. Für Lektoren, die Fortbildung der Besuchsdienste, Bibelwochen, besondere Angebote für Frauen ("Feierabend") und Männer ("Männerfrühstück") und regionale Angebote (musikalisch oder thematisch mit der SELK oder den Schulen) und bei den gemeinsamen Gottesdiensten im Kirchenjahr ist Kooperation eingeübter Standard.

Gemeinschaft stärken

Die Palette ist groß und reicht vom Landfrauentreffen in unserer Kirche über Schulgottesdienste, der Aktion Kirche im Dorf, Zeltgottesdienste, Erntedankfeste mit der Landjugend Hepstedt und Breddorf, Adventssingen mit Posaunenchor und Landjugend, Aktionen mit den Kindergärten u.a.m bis hin zur Beteiligung an Dorffesten.

Das Miteinander pflegen - Netzwerk

Die Kirchengemeinde ist in den dörflichen Strukturen vernetzt. Gute Kontakte und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren sind uns in der Gemeindearbeit wichtig. Gerade in dörflichen Strukturen bewährt sich in vielen Bereichen eine Zusammenarbeit. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen kommunalen, dörflichen und vereinsmäßigen Einrichtungen und der Kirchengemeinde - zum Wohle der Einwohner und unserer Gemeindeglieder!

Was soll die regionale Zusammenarbeit bewirken?

1. Wir stärken uns gegenseitig und arbeiten in verschiedenen Bereichen als Kirchengemeinden zusammen.
2. Wir entwickeln und gestalten Formen gemeinsamer Gemeindearbeit, die nicht an einen Ort oder an eine Gemeinde gebunden sind, sondern uns gemeinsam als „Kirche in der Region“ zeigen.
3. Wo es sich organisatorisch nahe legt und beiderseits gewünscht wird, schaffen wir gemeinsame Strukturen.

Regionale Zusammenarbeit: Vielfalt vor Ort bewahren

Der Sinn von regionaler Zusammenarbeit liegt für uns nicht darin, möglichst viele Dinge zu vereinheitlichen, im Gegenteil:
Die jeweiligen Stärken und gewachsenen Identitäten sollen sich ergänzen. Das wird besonders darin deutlich, dass Wilstedt und Kirchtimke in verschiedenen Bereichen auch mit der SELK in Tarmstedt kooperieren (z.B. Bibelwoche, Männerfrühstück, Posaunenarbeit) und gemeinsam z.B. mit den Schulen zusammenarbeiten.

Das kann aus unserer Sicht dazu verhelfen, dass nicht an jedem Ort die gleiche Palette an kirchlicher Arbeit angeboten werden muss. Kirche kann sich im Raum der Region insgesamt vielfältig für Beteiligungsmöglichkeiten und Begleitung aufstellen, ohne sich zu verzetteln oder zu überfordern. Wenn das erst einmal eingeübt ist, werden bei gemeinsam geplanten Aktivitäten Ressourcen geschont, notwendige Stelleneinsparungen z.T. kompensiert und Kräfte für Neues frei.

Wir besuchen uns gegenseitig

Eine zunehmende Zahl von Veranstaltungen findet inzwischen im Wechsel reihum in den Gemeindehäusern der Kirchengemeinden in der Samtgemeinde statt. Es geht dabei auch um ein aktives Miteinander, das der geglaubten Gemeinschaft der Kirche Jesu Christi entspricht. "Kirche in der Region"  braucht weder eine organisatorische Zusammenführung der Kirchengemeinden, noch eine strukturelle oder inhaltliche Vereinheitlichung von Arbeitsfeldern. Der erklärte Wille zur Zusammenarbeit und das gemeinsame Verständnis als Kirche Jesu Christi finden sich bei uns.  Es geht auch um den Erhalt bewährter jeweiliger Besonderheiten bei gleichzeitiger wachsender Vernetzung und Entwicklung von gemeinsamen Aktivitäten.

Kirche in der Region

Das entspricht den Grundsätzen unserer Landeskirche zu den Zielen regionaler Zusammenarbeit (§1 RegG 12F), die zum einen den Schutz örtlicher Identitäten kirchlicher Arbeit benennen und zum anderen zur Entwicklung einer ergänzenden Identität ermutigt, die wir als "Kirche in der Region" bezeichnen.

 
 

Gemeinsame Strukturen in der Region - Ausschüsse

Was sind die Aufgaben der Ausschüsse?

Beide Kirchenvorstände Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke haben für die Zusammenarbeit zwei Ausschüsse eingerichtet.

Regionalausschuss:
Beide Kirchenvorstände setzen zur Organisation und Planung der regionalen Zusammenarbeit einen Regionalausschuss ein. Der Regionalausschuss arbeitet den Kirchenvorständen zu, erarbeitet Vorlagen zur Stellenplanung, übernimmt die Zukunftsplanung in gemeinsamen Handlungsfeldern und achtet auf die Fortsetzung des regionalen Prozesses und das Auftreten als "Kirche in der Region".

Gemeinsame Strukturen in der Region - Ausschüsse

Was sind die Aufgaben der Ausschüsse?

Beide Kirchenvorstände Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke haben für die Zusammenarbeit zwei Ausschüsse eingerichtet.

Kinder- und Jugendausschuss:
Die Kinder- und Jugendarbeit ist konzeptionell regional organisiert.
Dazu ist ein gemeinsamer Kinder- und Jugendausschuss eingerichtet, der für beide Kirchenvorstände insbesondere die inhaltlichen Frage zur Ausrichtung der Kinder- und Jugendarbeit umfasst, die Begleitung der Haupt- und Ehrenamtlichen koordiniert und den Kontakt zum Förderkreis Ev. Jugend Tarmstedt e.V. hält.

Was wir beobachten:

1. Der Gottesdienst ist bei uns sichtbar Mitte des Gemeindelebens, es gibt eine vielfältige Gottesdienstkultur zu besonderen Themen und Anlässen; die 1. und 2. Feiertage im Kirchenjahr geben ihre Bindekraft zum Teil an neue Traditionen ab.

2. Den „normalen“ Sonntagmorgengottesdienst gibt es kaum noch und ein Großteil der Gottesdienstbesucher im Jahr lässt sich durch besondere Gottesdienste ansprechen.

3. Unsere Konfirmanden stellen am Sonntagmorgen mitunter mehr als die Hälfte der Gottesdienstbesucher und der Sonntagsgottesdienst ist für sie durchaus interessant.

4. Die so genannten „Kasualien“ haben persönlich, familiär und kirchlich eine hohe Bedeutung gewonnen, sind „keine religiösen Restbestände“, sondern eine eigene Form gelebter Kirchlichkeit und Zugehörigkeit zur Gemeinde.

5. Die Konfirmandenarbeit ist vielfältig und ansprechend und Konfirmanden ziehen durchweg ein positives Fazit zur Konfirmation, was auch durch die Konfirmandenstudie bundesweit belegt wird.

6. Zusammenarbeit unter den Gemeinden ist die Regel geworden, um die Folgen des demografischen Rückgangs der Gemeindegliederzahlen und die sinkende Finanzkraft zu bewältigen. Unsere Gemeindearbeit wird sich im Blick auf die demografische Entwicklung wandeln und neu ausrichten müssen.

7. Fundraising mit verbesserter Spendenwerbung, Fördervereinen und Stiftungen ist in den Gemeinden angekommen, kann aber die weitere Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit nicht ersetzen; Kirchturmdenken ist faktisch nicht mehr zukunftsfähig, denn „Kirche in der Region“ und ortsnahe Strukturen ergänzen einander.

8. Wir sind als Gemeinde Jesu Christi mit der Botschaft der Menschenfreundlichkeit Gottes zuverlässig für die Menschen da, bezeugen diese Botschaft in unterschiedlichen Lebensbezügen und arbeiten mit vielen Akteuren zusammen. Bei allen Veränderungen in den Gemeinden bleibt unser kirchlicher Auftrag derselbe.

9. Ein sorgsamer Umgang mit den mitarbeitenden Menschen ist wichtig, nicht nur mit den Finanzen. Hier sind alle zu nennen, die sich in großer Verantwortung engagiert für ihre Gemeinden einsetzen. Anforderungen und Arbeitsdichte für die gesunkene Zahl von Haupt- und Ehrenamtlichen in Kirchenkreis, Gremien und Gemeinden sind deutlich gestiegen. Hier gilt es, miteinander das rechte Maß zu finden.

10. Wir achten in Zukunft miteinander mehr als bisher darauf, woher wir Motivation und Kraft nehmen können, was uns immer wieder neu bewegt und antreibt. Wir fragen selbstbewusst und optimistisch: „Was strahlt schon jetzt aus und was soll in Zukunft verstärkt werden?“ / „Wo liegen unsere Stärken, was können und was wollen wir als kirchliche Gemeinden jetzt und in Zukunft für die Menschen an unserem Ort sein?“

Ausblick:
Wir sagen deutlich, warum Menschen gerade bei uns mitarbeiten sollten. Wir stärken uns im Kirchenkreis gegenseitig für unseren gemeinsamen Auftrag. Wir definieren verstärkt Aufgabenfelder, stellen den Hauptamtlichen ein ausreichendes Zeitbudget zur Verfügung und garantieren Ehrenamtlichen Einführung, Schulung, Begleitungund Fortbildung.


(c) Kirchengemeinde Kirchtimke

Die beiden Kirchengemeinden Wilstedt und Kirchtimke hatten bei der letzten Kirchenvorstandswahl die höchste Wahlbeteiligung im Kirchenkreis mit über 20% und über 40%. Das zeigt: Unsere Kirchengemeinden sind im besten Sinne volkskirchlich präsent. Viele Menschen in unseren Kirchspielen nehmen am Leben der Kirchengemeinden teil und begleiten die Arbeit mit Interesse.

Bei einer umfangreichen Umfrage zur vorletzten Kirchenvorstandswahl und einer gesonderten Befragung in Kirchtimke hat sich gezeigt, dass die große Zahl der Gemeindeglieder mit ihrer Gemeinde recht gut verbunden sind. Man kennt sich und schätzt sich.

Die Zufriedenheit mit der Ausrichtung der Gemeindearbeit ist groß. Es werden kaum Wünsche nach neuen Gruppen und Kreisen geäußert.

In einem überschaubarem Rahmen sind Gemeindeglieder auch zu Hilfe und Unterstützung bereit, allerdings wollen sie dazu auch gezielt angesprochen werden.

Einheimische hängen etwas mehr an den Gottesdiensten vor Ort, die Bereitschaft zum Besuch der Nachbargemeinde und gemeinsamer Angebote hat sich im letzten Jahrzehnt deutlich entwickelt, insbesondere bei den gemeinsamen Gottesdiensten und den regionalen Formaten "Feierabend für Frauen" und "Männerfrühstück". Darüber freuen wir uns und laden weiter herzlich ein!

Ihre Kirchenvorstände

Demografische Entwicklung bis 2030

Tarmstedt soll mit Vorzügen offensiv werben
Demografie-Experte erwartet Rückgang der Einwohnerzahl um 10 bis 16 Prozent - Potenzielle Neubürger aus Worpswede

TARMSTEDT. Die Gemeinde Tarmstedt bietet eine gute Infrastruktur und ermöglicht seinen Bürgern stressfreies Wohnen. Da sind sich die Mitglieder des Rates mit dem Demografie-Experten Peter H. Kramer einig. Woran es aber hapere, ist die Darstellung dieser Vorzüge nach außen, hieß es am Donnerstagabend. Da stellte Kramer sein Gutachten zur Entwicklung der Gemeinde vor.
Die Zahl der Einwohner wird in Tarmstedt bis 2030 sinken. Der Rückgang, den Kramers Computer errechnet haben, liegt zwischen 10 und 16 Prozent und ist abhängig vom Grad des Engagements mit dem ihm entgegengewirkt wird. Chancen sieht Kramer im Bereich der aktiven Anwerbung. Tarmstedt müsse sich dem Wettbewerb mit anderen Anbietern von Bauplätzen stellen.
Gemeinden wie Lilienthal oder Worpswede hätten längst ihre ländliche Prägung verloren und könnte Tarmstedt so als Quellgebiet für Zuzügler dienen, ist Kramer überzeugt. Die seien schon deshalb nötig, weil etwa ein Drittel der jungen Leute Tarmstedt zur Ausbildung verlassen.
Zudem sei absehbar, dass die Zahl der Sterbefälle die der Geburten in den nächsten Jahren deutlich übersteigen werde. Was Kramer „natürliche Bevölkerungswanderung" nennt, wird bis 2030 jährlich rund 30 Einwohner kosten. Parallel werde die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen um fast 50 Prozent schrumpfen.
Mit einem neuen Gewerbegebiet und qualifizierten Arbeitsplätzen sei einem Bevölkerungsrückgang übrigens nicht zu begegnen. Es sei belegt, dass „absolut kein Zusammenhang" bestehe zwischen der Entwicklung der örtlichen Beschäftigung und der Einwohnerzahl. (bal)
Zevener Zeitung 8.12.2012

 

Bremsen möglich, stoppen nicht

Westertimke/Tarmstedt. Gebährfreudige Frauen, vielfältiges bürgerschaftliches Engagement, stabile Familienverbände –die Samtgemeinde Tarmstedt wird von den Folgen des demografischen Wandels weniger beeinträchtigt werden als andere Kommunen. Mit dieser Aussage dürfte Peter H. Kramer am Dienstagabend für Beruhigung unter den Mitgliedern des Samtgemeinderates gesorgt haben. Gleichwohl enthielt die Vorstellung seines Gutachtens in Westertimke unangenehme Botschaften. Von Bert Albers

Bis 2030 wird die Zahl der über 75-Jährigen gegenüber heute um 55 Prozent zunehmen. Gleichzeitig dürfte die Einwohnerzahl um sechs bis elf Prozent fallen. Heißt: Was gemeinhin als demografischer Wandel bezeichnet wird, geht auch an der Samtgemeinde Tarmstedt nicht spurlos vorüber. Dennoch stellte Peter H. Kramer gleich zu Beginn seiner Ausführungen klar: Der demografische Wandel ist nicht gottgegeben, nicht alternativlos. Die Entscheidungsträger in den Kommunen können zumindest auf seine Ausprägung Einfluss nehmen. „Zukunft ist gestaltbar“, so der Diplom-Ingenieur.

Deshalb liefere er auch keine Prognosen, sondern Daten und die Ergebnisse von Computersimulationen. Prognosen hätten in der Demografie nichts verloren. Zudem zeige er Handlungsmöglichkeiten auf. Welche das in Tarmstedt im Detail sind, dürfte erst aus dem 450 Seiten starken Gutachten hervorgehen. Bei der Präsentation beschränkte sich Kramer auf Grundsätzliches. Wenn die Samtgemeinde Einfluss nehmen wolle auf die Entwicklung der Bevölkerungszahl und -struktur, dann könne sie aktiv um Zuzüge werben und um Bürger, die etwa nach der Ausbildung wieder in die Samtgemeinde zurück kehren.

Auch die Ausweisung neuer Baugebiete sei ein Mittel, ebenso die Weiterentwicklung öffentlicher Einrichtungen, um attraktiv zu sein. Außerdem gelte es, den „hohen Leistungstand im Bereich Kinder und Familien“ zu sichern – privat wie kommunal. Aktiv-Szenario nennt Kramer das Paket.

Im Passiv-Szenario hingegen beschränkt man sich auf die „Konsolidierung des bislang Erreichten“. Statt Baugebiete auszuweisen werden etwa Baulücken geschlossen und öffentliche Einrichtungen nur dem aktuellen Bedarf angepasst.

Selbst wenn die Tarmstedter mit aller Kraft um jeden Bürger kämpfen, wird sich das Schrumpfen der Einwohnerzahl nicht verhindern lassen. Das Aktiv-Szenario geht für die den nächsten 20 Jahre von einem Rückgang um rund 700 Personen aus. Im Passiv-Szenario sind es rund 1300 Bürger. Und Kramer warnte den Rat. Was auch immer er im Rahmen des Aktiv-Szenarios zu tun gedenke, es seien dabei äußere Widerstände zu erwarten. Am Ende sei es aus seiner Sicht aber ohnehin irrelevant, wie viele Menschen in einer Kommune leben, so Kramer. „Entscheidend ist, dass es den Menschen gut geht.“

Ausbildungspotenzial sinkt
Nach seiner Darstellung dramatischer sind die Veränderungen in der Alterspyramide. So zeichne sich ab, dass die Zahl der Jugendlichen, die die Schule verlassen um eine Ausbildung zu beginnen, bis 2030 um fast die Hälfte sinken wird. Heißt: Firmen, die Lehrlinge suchen, werden massive Schwierigkeiten bekommen. „Dieses Problem ist nicht zu lösen.“ Absehbar sei auch, dass die KGS Tarmstedt „relativ bald“ und dann durchgehend nur noch fünfzügig betrieben werde.

Die noch jüngeren Jahrgänge „schrumpfen“ ebenfalls. So sehr, dass man die Grundschule Wilstedt zumindest im Passiv-Szenario schließen müsste, wie der Experte meint. Eine Konzentration auf den Grundschulstandort Tarmstedt sei aus seiner Sicht problemlos möglich. Die dafür nötigen Investitionen rechneten sich schnell.

Die Gruppe der Alten wachse unterdessen stark. Diese bei Bedarf zu pflegen, sei unmöglich. „Das Konzept der Altenpflege ist nicht zukunftsfähig.“ Schließlich sei nicht zu erwarten, dass sich um „ein zigfaches“ mehr KGS-Abgänger für einen Beruf in der Pflege entscheiden werden.

Keine Aussprache
Der Samtgemeinderat nahm Kramers Ausführungen zunächst zur Kenntnisse. Zur Aussprache darüber wird es voraussichtlich kommen, wenn alle Ratsmitglieder das komplette Gutachten kennen.

Artikel vom 20.09.12 Zevener Zeitung

Kurzzusammenfassung Gutachten: http://www.kramergutachten.de/PHK/Kramer-Gutachten_Tarmstedt-2030_Kurzzusammenfassung.pdf
Auszug:
"Bei einer Umsetzung des Passiv-Szenarios geht die Zahl der Einwohner mit einem Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Samtgemeinde Tarmstedt von 11.547 im Ausgangsjahr 2010 bis zum Jahr 2030 um 11% bis auf 10.200 zurück. Im Laufe der nächsten Jahre wachsen die Verluste aus der Bilanz von Geborenen und Gestorbenen stetig an. Die hohe Anzahl abwandernder junger Leute geht in einigen Jahren zurück, da es immer weniger junge Leute in der Samtgemeinde gibt. Die Wanderungsbilanz bleibt aber negativ. Am Ende verliert die Samtgemeinde Tarmstedt jedes Jahr fast 100 Einwohner.
Bei einer Realisierung des Aktiv-Szenarios kann die Wanderungsbilanz infolge der Realisierungvon Neubaugebieten noch etwas günstiger gestaltet werden. Dadurch steigt auch die relative Geburtenhäufigkeit wieder etwas an und die Bevölkerungsverluste aus der Bilanz von Geborenen und Gestorbenen fallen etwas niedriger aus. Die Wanderungsgewinne infolge der Eigenheimbautätigkeit sowie durch Zu- bzw. Rückwanderungen aus den Ballungsräumen können die Wanderungsverluste bei den jungen Leuten in den nächsten Jahren ausgleichen, nicht jedoch die zunehmenden Verluste aus den natürlichen Bevölkerungsbewegungen. Hier verliert sie am Ende des Betrachtungszeitraumes jedes Jahr etwa 75 Einwohner. Bei einerRealisierung des Aktiv-Szenarios wohnen im Jahr 2030 10.800 Einwohner in der SamtgemeindeTarmstedt, 6% weniger als 20 Jahre zuvor. Voraussetzung für die Umsetzung des Aktiv-Szenarios ist u.a. die Beachtung und konsequente Umsetzung der spezifischen Wohnraum- und Baulandnachfrage der unterschiedlichen Zielgruppen an den von ihnen bevorzugten Standorten."